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  • 17Oct
    2008
    2:16 am

    Wenn man sich über eines nicht beschweren kann, dann ist das zu wenig Abwechslung in den Nachrichten dieser Welt, der Tag ohne Nachrichten scheint unwahrscheinlicher denn je. Natürlich, den wird man immer noch durch einige Lückenfüller zu vermeiden wissen, wie der Versuch der Verhohnepiepelung des Bundespräsidentenamtes durch die PDS-Nachfolgepartei: Ackermann verhaften und Brechts Kinderhymne – soweit Sodann so lustig – aber wenn ein Satz wie “Ich halte das, was wir haben, ja nicht für eine Demokratie.” aus dem Munde eines “Politikers” kommt, der für eine Partei kandidiert deren favorisiertes Regierungssystem in der jüngeren Geschichte der funktionierenden Demokratien über Hybridregime bis Diktakturen ausschließlich zu totalitären System geführt hat, grenzt das an Realitätsverzerrung.

    Nun, es gibt genügend wichtigere Neuigkeiten – vor allem eine die außerhalb der ferneren Umgebung hier weniger internationale Beachtung finden dürfte: Der Wechselkurs der schwedischen Krone ist mittlerweile bei ziemlich genau 10 – zwischenzeitlich bekam man für einen Euro fast 10.2 Kronen wie dieser Tageschart zeigt, der in seinen Schwankungen eher an Aktienindizies denn an eine europäische (nicht-isländische) Währung erinnert. Überhaupt die Indizies – würde ein Schwede versuchen Deutsch zu lernen in dem er den Tyskländern einfach gut zuhört – er würde sich erschließen, dass “Was macht der Dow?” nur “Hur är läget?” heißen kann. Vielleicht würde er auch statt “sich lustig machen über jmd.” ein viel treffenderes Wort lernen, das völlig zu Unrecht im deutschen Sprachgebrauch unterrepräsentiert ist…

    Im deutschen Sprachgebrauch wesentlich sicherer ist da natürlich Marcel-Reich-Ranicki, der noch vor der heute abend stattfindenen Diskussionrunde über das Niveau im deutschen Fernsehen dem WDR ein Telefoninterview (-> 3:20) gab, und dem Moderator erklärte das “Reaktion” ein Pluralwort sei, wie Obst  “nicht ein Apfel, sondern viele Äpfel, Birnen und Pflaumen” sei – wenn ich jetzt Marcel Reich-Ranicki erklären würde, was OBST wirklich ist – wie groß wäre die Verwirrung erst dann? Jedenfalls war das der Punkt – schon einige Wochen allerdings her, und somit an Aktualitätsharakter für eine Publikation im schnelllebigen Internet fast nicht würdig – wo ich einstmals in einer algoritm teori Vorlesung mich nicht mehr einkriegen konnte, als OBST nicht nur Kapitelüberschrift war, sondern auch noch OBST-Bäume gezeichnet wurden (es handelt sich schließlich um einen optimal […] tree).

    Diese wirklich sich als hörenswert erwiesen habende Vorlesung hat diese Woche bereits geendet – es folgt nur noch die Klausur nächste Woche – aber nach der sehr positiven Bewertung unserer Assignments und “pretty obvious” als Antwort für alles sehe ich das einigermaßen gelassen – wenn das nicht verführte Euphorie in Anbetracht der heute offen gelegten Korrekturmethode “If it´s not appearently wrong, I gave you the points” war?

    Verfrühte Euphorie gestreut zu haben wurde mir auch von anderer Seite nahegebracht – das zu hohe Rating des Produktionsergebnisses in Form eines in planarer Form gebackenen Hefeteigs mit verschiedenen pflanzlichen und tierischen Belägen (im allgmeinen Sprachgebrauch auch: Pizza)  von einigen Tyskländern in einer Korridorküche wurde im TM-Deutschland Rating um einiges revidiert. Wir werden hier an dieser Stelle auf weitere Analystenratings verzichten, bis wir die nächsten Zahlen (Einkaufsliste für die heute abend anstehende Lasagne für 10 Leute) bekommen…

    Posted by Patrick @ 2:16 am

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3 Comments to Analystenratings: Obst und Pizza

  • Sänger und Produzent Dieter Bohlen hat am Freitag auf der Frankfurter Buchmesse Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki für seinen Auftritt bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises kritisiert. Reich-Ranicki könne doch nicht sagen, dass er ahnungslos “wie ein Vollpfosten” zu der Gala gegangen sei, ohne zu wissen, was ihn dort erwarte, sagte Bohlen bei der Vorstellung seines Buches “Der Bohlenweg – Planieren statt Sanieren”. Bohlen sagte, er finde es komisch, dass er selbst heftig dafür kritisiert wurde, weil er in der RTL-Sendung “Deutschland sucht den Superstar” jungen Leuten direkt gesagt habe: “Du singst Scheiße.” Wenn Reich-Ranicki hingegen über eine ganze Branche sage, sie sei “Dreck”, dann sei das in Ordnung. “Ich finde so etwas wirklich völlig bescheuert”, sagte Bohlen. Der Kritiker dürfe das vermutlich, weil er “senil oder 88 Jahre alt” sei. “Früher hat man ja gesagt: Dreck reinigt den Magen”, verteidigte Bohlen die TV-Branche vor Reich-Ranickis Kritik. “Wir wollen die Leute abends wirklich nur unterhalten und sie nicht volllabern”, sagte er. Der Literaturkritiker habe, weil er die “beleidigte Leberwurst” gemimt habe, tagelang die Titelseite der “Bild”-Zeitung bekommen. “Das ist fast schlimmer als der Bohlen”, fügte er hinzu.

    (msn.de)