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  • 20Sep
    2008
    9:24 pm

    Es sind nun etwas mehr als vier Wochen vergangen die ich in diesem schönen Land verbringe – diesmal ohne die Paraphrase “- doch kalten -“, denn zumindest am heutigen Tage trifft sie ganz und gar nicht zu. Mit bis zu 20° Außentemperatur und Leuten die auf der Straße in T-Shirts herumlaufen, kann man tatsächlich, zumindest in groben Umrissen, so etwas wie einen schwedischen Spätsommer erkennen. Heute auch einer der wenigen Tage bisher an dem ich die Bib nicht (oder die Bib mich nicht) gesehen habe. In der Tat verbringen wir Studenten relativ viel Zeit in der “LTH studiecentrums bibliotek”, was in Augsburg so gar nicht der Fall war. Dort würde das Personal auch ganz schön blöd schauen (oder die Drohung “Ich klage Sie jetzt an!” aussprechen – schon miterlebt) wenn man locker-lässig mit Jacke, Rucksack und einem Teller Burger mit Pommes in die Bib einmarschiert und es auch noch wagt in ganz normaler Lautstärke sich über seine Aufgaben zu unterhalten. Denn das ist in der studiecentrums bibliotek ganz normal – für die, die im höheren Maße lärmempfindlich sind, gibt es auch noch den “tyst läsesal”, der aber wesentlich kleiner ist, als der größere Saal. Einziger Wehrmutstropfen ist die Internet Verbindung – die man spätestens dann, wenn die Bib einigermaßen voll ist, so gut wie nie bekommt. Inzwischen habe ich mitbekommen, was des Problems Kern ist – 499 Zugänge im WLAN für die ganze Uni (35000 Studenten) – dann heißt es solange warten bis jemand sich ausloggt.

    Zeit genug zum Kaffeetrinken jedenfalls. Was das holen und bezahlen desselbigen angeht – auch da eine schwedische Besonderheit: Kaffee, Tee, Kekse stehen einfach so bereit, samt einer Geldkasse – unbeaufsichtigt. Wer sich seinen Kaffee nimmt, zahlt selbständig die 4 Kronen (ca. 45 Cent), ein fairer Preis für frisch aufgebrühten Rohstoff für Formeln und Algorithmen. Kassen zum selbst bedienen – nicht wirklich vorstellbar an meiner heimatlichen Uni, wo ohne Mensa-Karte mit RFID-Chip gar nichts ess- und trinkbares zu erlangen ist.

    Was die Geschehnisse der Woche angeht – unser “it´s quite obvious” Professor hatte ein ganz besonderes Bonbon als Aufgabe zum Vorbereiten auf die Übungsstunde gestellt – eine Aufgabe die auch aus seiner Sicht nicht “obvious” war: “Has anybody solved this problem? No? Okay, then I will present it. It´s not my solution, I have it from another textbook, it was even too hard for me.”

    Ansonsten war ich am Freitag zum ersten Mal bei einem “Sittning” – 3 Gänge Menü für 120 Kronen (ca. 13€) und anschließend Eintritt zum “klubb” – das hörte sich nicht schlecht an. In der Tat war das Essen wirklich sehr gut, wenn auch nicht übermäßig reichhaltig, und auch die 3 Flaschen Wein, die sich 3 Tyskländer miteinander teilten – sorgten für einen wirklich unterhaltsamen Abend. Zwischen den Gängen kam es dann zum lustigen Lieder singen – und ich habe deutschsprachige Lieder mitgesungen/versucht mitzusingen die ich noch nie im Leben gesehen habe – also wenn die Leute meinen sowas würden wir singen…

    Ansonsten heute ein Ausflug nach Malmö um Laserdome zu spielen, was kurz gesagt sowas wie Counter-Strike in echt ist, nur das man mit Laserpistolen “schießt” – niemand tut sich weh, außer man rennt im Dunkeln gegeneinander, es gibt das “grüne” und das “rote” Team, die jeweils in ihren Farben an ihrer Weste aufblinken – in der Nähe der Lichter sind die Sensoren, die die Treffer registrieren. Nunja, eine ganz unterhaltsame Veranstaltung, aber richtiges Counter-Strike Feeling kam nicht auf, denn viel taktische Möglichkeiten bieten sich nicht an durch die Tatsache nach einem Treffer nur 7 Sekunden lang nicht ballern zu können. Auf jeden Fall für umgerechnet knappe 10 € 3 Runden á 20min spielen – war ein fairer Preis. Obwohl man tendentiell etwas verschwitzt heraus kommt – so wirklich Sport war das noch nicht, daheim war ich joggen.

    Posted by Patrick @ 9:24 pm

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