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  • 09Nov
    2008
    7:19 pm

    Es soll Leute geben, die die Begriffe Auslandssemester und Urlaubssemester synonym verwenden – an mancher Stelle ist der dezente Hinweis auf diese Tatsache angebracht, wenn übereifrige Student(inn)en zu nachtschlafenen Zeiten (die bei manchen anderen Studenten erst um 1 Uhr nachmittags enden sollen…) noch ihren Übungsaufgaben nachgehen. Was meine Haltung dazu angeht, sei der vorgehende Samstag kurz zusammengefasst: Nach vorabendlichen Ausflug in einen Nation-Klubb bis kurz nach 12 Uhr geschlafen – nach kurzer Durchsicht der wichtigsten Nachrichten dieser Welt wurde ich gefragt, ob ich an einer Shopping-Tour nach Malmö teilnehmen wollte. Das war dann soetwas wie die triviale Lösung des Problems wie man diesen Samstag in sinnvoller Art und Weise verbringen könnte. Relativ aprupt beendet wurde dieser Ausflug durch die Ladenschlusszeiten, die kurioserweise (es gibt in Schweden keine generellen Ladenschlusszeiten) in Malmö bereits um 17 Uhr enden (dafür allerdings auch Sonntags zur gleichen Zeit) – wie schnell man sich doch plötzlich entscheiden kann (muss), wenn die Beleuchtung 10 Minuten vor Torschluss schon halb ausgeht… Danach gemeinsames Kochen und eine sehr unterhaltsame Munchkin-Runde – und der Samstag im Urlaub(ssemester) war rum.

    Natürlich schildert diese eine die Regel bestätigende Ausnahmeerscheinung – denn in der Tat lässt sich am schwedischen Universitätssystem allerlei lehrreiches mitnehmen, wie es D.S. in seinen 4 Thesen formuliert hat. Dazu sei aber durchaus angemerkt, dass die etwas stiefmütterliche Behandlung der theoretischen Aspekte der hier gelehrten Fächer durchaus Verständnis aufkommen lässt für die Darstellung des C.H.. Da wurden in manchen Numerikkurs doch etwas eigenwillige Konzepte über Punkte und Vektoren zur Diskussion gestellt, und auch in der – ingesamt betrachteten sehr gelungenen – Algorithmentheorie wurde “obvious” schon zu mehr oder weniger einer universell gültigen Antwort. Insofern schätze ich es sehr,  eine sehr anwendungsorientierte Einsicht hier bekommen zu haben – wobei man die objektiven Voraussetzungen zum Scheinerhalt in manchen Fächern (“50% reasonable tried…”) durchaus kritisch betrachten kann…

    Ganz unkritisch dagegen war die Kalkulation unserer Einkäufe für das vorgestrige Schokfondue (Bilder online) – “sind das wirklich genug Banenen?”, “Wir brauchen mehr Äpfel!”, “Schokolade wird doch nicht so schnell schlecht”,… – in dieser Weise hätte die eingekaufte Menge an Äpfel, Birnen und Pflaumen (-> 4:05) [ich weiß, ich wiederhole mich…] wohl mindestens für die selbe Menge an Personen gereicht. Nachdem alle bestens gesättigt waren und ein “Verdauungsstamperl” sehr willkommen war, musste das Problem der sinnvollen Verarbeitung der Reste geklärt werden. Dazu zwei hervorragend funktioniert habende Konzepte: Einen klassischen Obstkuchen, den wir zum Teil sofort, dann zu einer “After-Party” um 3 Uhr nachts, nachdem wir im Klubb waren, verspeisten – und in einem Akt des Altruismus (um uns etwas erkenntlich zu zeigen, nachdem wir ständig die Korridorküche blockieren) zum Allgmeingut erklärten (auf Partys bin sogar ich für Kommunismus ;-)) – was auf beste Resonanz meiner Korridor-Mitbewohner stieß. Ansonsten lassen wir den weltpolitischen Abschweif einmal aus – denn wie stellten wir zuletzt beim Shopping fest, bei der Diskussion ob man gewisse Läden boykottieren sollte wegen Kinderarbeit? “Wir können die Welt nicht verändern…”. “Wer so denkt…?” Doch natürlich kann man es. Aber nicht so.

    Posted by Patrick @ 7:19 pm

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