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  • 08May
    2016
    11:14 am No Comments

    Die Erkenntnis, dass die zunehmende Ungleichheit in der Verteilung des Vermögens den Frieden und Stabilität unserer Welt gefährdet, ist wenig faszinierend. Es mag die ein oder anderen Profiteure geben, von einfachen Sicherheitsdienstleistern bis hin zu internationalen Anwaltskanzleien, aber es ist kaum übersehbar wie dieses Auseinanderdriften der Vermögen die Gesellschaft entsolidarisiert und die Entscheidungsträger für ein Handeln im Sinne des Gemeinwohls demotiviert. Der anonyme Whistleblower der Panama Papers schreibt in seinem Manifest:

    “Wer das meiste Geld hat, findet immer einen hilfsbereiten Anwalt für seine Zwecke, sei es die Kanzlei Mossack Fonseca oder eine andere, von der wir noch nichts wissen. […]

    Historiker wissen, dass Besteuerung und ungleiche Machtverhältnisse in der Vergangenheit bereits Revolutionen ausgelöst haben. Damals war militärische Macht notwendig, um die Menschen zu unterdrücken, während es heute genauso effektiv oder noch effektiver ist, die Menschen vom Zugang zu Informationen abzuschneiden – auch weil das im Verborgenen geschieht. Aber wir leben in einer Zeit günstiger, grenzenloser Datenspeicher und schneller Internetverbindungen, die nationale Grenzen überschreiten. Es sieht also sehr danach aus, dass die nächste Revolution digital sein wird.

    Vielleicht hat sie aber auch schon begonnen.”
    aus: Süddeutsche Zeitung – Panama Papers – das Manifest von John Doe

    Vielleicht ist Whistleblowing eine faszinierende Metastrategie für eine weniger ungleiche Gesellschaft.