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  • 18May
    2014
    11:06 am No Comments

    In “Es war 1mal – Die verborgene mathematische Logik des Alltäglichen” liefert John Allen Paulos die mathematische und psychologische Begründung, für das was Martin Walser literarisch formulierte als “[…] Wir merken deutlicher, was uns angetan wird, als was wir anderen antun […]”:

    “Während die meisten von – jedenfalls nach eigener Einschätzung – versuchen, freundlich und rücksichtsvoll anderen gegenüber zu sein, finden wir oft, dass die “anderen” gedankenlos und unverschämt uns gegenüber sind. Dieses Phänomen lässt sich teilweise aus Arithmetik und Wahrscheinlichkeitsrechnung ableiten;
    […]
    Die psychologische Labilität hilft auch, zu erklären, warum wir uns gerne eher gekränkt denn als kränkend empfinden. Zum Beispiel besteht ein bemerkenswerter Unterschied zwischen dem Grad an offener Anerkennung, den andere benötigen, um sich von uns als gemocht und respektiert zu fühlen, und dem Grad an privater Missbilligung, den wir ihnen gegenüber haben können, ohne deshalb aufzuhören, sie zu mögen und zu respektieren. Positive und negative Bewertungen sthen nicht auf der gleichen Stufe.”

    Auf das alltägliche hinunter projeziert, liefert das dann eine ganz gute Erklärung, warum kaum jemand gerne ein Produkt kaufen würde, dass fast genau so viele 1/5 Punkte Bewertungen wie 5/5 Bewertungen hat.