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  • 24Nov
    2012
    8:26 pm No Comments

    “Aber für die Entwicklung der Persönlichkeit ist die Ablösung notwendig – und deswegen kann auch das Verhältnis von Eltern und Kindern nie konfliktfrei und nie frei von Verletzungen sein. Jeder, der Kinder hat, faßt immer von neuem den Vorsatz, daß diesmal alles problemlos verlaufen soll. Das wird es aber nie, weil der Weg des Kindes letztlich zum Bruch mit den Eltern führen muß. Er beginnt bei maximaler Abhängigkeit und minimaler Autonomie, und er zielt auf minimale Abhängigkeit und maximale Autonomie. Das geht für alle Beteiligten nicht ohne Schmerzen ab. Manche schaffen das Heraustreten aus der Weltsicht der Eltern schon mit dreizehn, vierzehn, andere können froh sein, wenn sie es mit fünfunddreißig zustande bringen, und wieder andere haben es mit siebzig noch nicht geschafft. “

    Daniel Kehlmann (in “Requiem für einen Hund”, Gespräch mit Sebastian Kleinschmidt)